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Alkoholbedingte Lebererkrankungen

Schematische Übersicht der möglichen molekularen Wirkmechanismen bei der Entstehung von alkoholbedingten Lebererkrankungen.

Schematische Übersicht der möglichen molekularen Wirkmechanismen bei der Entstehung von alkoholbedingten Lebererkrankungen. ApoB, Apoprotein B; cMet, Hepatocyte growth factor receptor; iNOS, induzierbare Stickstoffmonoxidsynthase; IR, Insulinrezeptor; MTP, mikrosomales Triglyceridtransferprotein; MyD88, Myeloid differentiation primary response gene 88; NFΚB, nuclear factor kappa-light-chain-enhancer of activated B-cells; PAI-1, Plasminogen-Aktivator-Inhibitor-1; p-IΚB, Inhibitor von kappa B; Pro-HGF, Pro-Hepatocyte growth factor; RNS, reaktive Nitritspezies; ROS, reaktive Sauerstoffspezies; TLR-4, Toll-like-Rezeptor-4; TNF-a, Tumornekrosefaktor alpha; VLDL, Very Low Density Lipoprotein.

 

Alkoholbedingte Leberschäden (ALD) gehören zu den häufigsten Lebererkrankungen. Weltweit waren im Jahr 2012 5,9 % aller Todesfälle auf den Konsum von Alkohol zurückzuführen (Global status report on alcohol and health 2014, World Health Organization).

Alkoholbedingte Lebererkrankungen weisen ein breites Spektrum an pathologischen Veränderungen der Leber auf, die von der einfachen Lebersteatose bis hin zu irreversiblen Erkrankungsstadien, wie Leberzirrhose oder der Entwicklung eines hepatozellulären Karzinoms, reichen können. Die Ausprägung und der Schweregrad alkoholbedingter Leberschäden scheint dabei nicht nur von der Menge des konsumierten Alkohols abhängig zu sein, sondern auch von Risikofaktoren wie dem Geschlecht, Trinkgewohnheiten, genetischen Prädispositionen und auch von der Art des konsumierten Getränks beeinflusst zu werden.

Studien weisen weiterhin darauf hin, dass fermentierte Getränke wie Bier und Wein einen weniger schädigenden Effekt auf die Leber haben als die Aufnahme einer gleichen Menge Ethanol und, dass dieser Effekt auf sekundäre Pflanzenstoffe zurückzuführen ist. Die Identifizierung dieser Stoffe ist ebenso Teil unserer aktuellen Forschung wie die Aufklärung der molekularen Wirkmechanismen, die dem weniger schädigenden Effekt von fermentierten alkoholischen Getränken zu Grunde liegen.



Aktuelle Forschungsprojekte

Basis-Vorhaben B106

gefördert durch die Wissenschaftsförderung der deutschen Brauwirtschaft


Ziel des Forschungsprojektes ist die Untersuchung des Einflusses von akutem und chronischem Bierkonsum auf den Leberstoffwechsel. Dabei stehen vor allem die Effekte von Hopfeninhaltsstoffen auf den Metabolismus der Leber im Mittelpunkt unserer aktuellen Forschungsarbeiten.

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