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Nicht-alkoholbedingte Lebererkrankungen

Schematische Übersicht der möglichen molekularen Wirkmechanismen bei der Entstehung von Nicht-alkoholbedingten Fettlebererkrankungen (NAFLD).

Schematische Übersicht der möglichen molekularen Wirkmechanismen bei der Entstehung von Nicht-alkoholbedingten Fettlebererkrankungen (NAFLD). ApoB, Apoprotein B; cMet, Hepatocyte growth factor receptor; iNOS, induzierbare Stickstoffmonoxidsynthase; IR, Insulinrezeptor; MTP, mikrosomales Triglyceridtransferprotein; MyD88, myeloid differentiation primary response gene 88; NFΚB, nuclear factor kappa-light-chain-enhancer of activated B-cells; PAI-1, Plasminogen-Aktivator-Inhibitor-1; p-IΚB, Inhibitor von kappa B; Pro-HGF, Pro-Hepatocyte growth factor; RNS, reaktive Nitritspezies; ROS, reaktive Sauerstoffspezies; TLR-4, Toll-like-Rezeptor-4; TNF-a, Tumornekrosefaktor alpha; VLDL, Very Low Density Lipoprotein.

 

Die nicht-alkoholbedingte Fettlebererkrankung umfasst ein breites Spektrum an Lebererkrankungen ausgehend von einer einfachen Lebersteatose, über eine Steatohepatitis bis hin zur Leberzirrhose und gehört zu den häufigsten Lebererkrankungen weltweit. Neben genetischen Faktoren scheinen vor allem eine generelle Überernährung und dabei im Speziellen die Aufnahme verschiedener Fette und Zucker, aber auch eine veränderte Darmpermeabilität bei der Entstehung der NAFLD von Bedeutung zu sein. Die molekularen Mechanismen, die hierbei eine Rolle spielen, sind jedoch noch nicht vollständig geklärt.



Aktuelle Forschungsprojekte

„Rapsöl in der Therapie von Typ 2 Diabetes mellitus im Mausmodell: Modulator der Endotoxinämie und Darmpermeabilität“

Projekt gefördert durch die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP)


Die Prävalenz von Insulinresistenz und Typ 2 Diabetes mellitus ist in den letzten Jahrzenten deutlich angestiegen. Neben einer genetischen Prädisposition gehören auch eine geringe physische Aktivität, Übergewicht sowie eine fett- und zuckerreiche Ernährung zu den Hauptrisikofaktoren. Studien deuten darauf hin, dass sich eine Ernährung reich an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren präventiv auf die Entstehung von Typ 2 Diabetes mellitus auswirken kann. Die genauen Mechanismen hierbei sind allerdings noch nicht geklärt. Im Rahmen des Projekts wird der Effekt verschiedener Öle auf die Entstehung und das Voranschreiten einer Diät-induzierten Insulinresistenz im Mausmodell untersucht.

„Effekt einer oralen Supplementation von Arginin, Citrullin und Glutamin auf die Entstehung und das Voranschreiten der nicht-alkoholbedingten Fettlebererkrankungen (NAFLD): Rolle von Geschlecht und Alter“

Projekt gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)


Die NAFLD gehört heutzutage zu den häufigsten Lebererkrankungen weltweit, jedoch sind bisher, neben einer Lebensstilintervention, die mit hohen Rückfallquoten behaftet sind, kaum Präventions- und Therapiemöglichkeiten vorhanden. Studien deuten darauf hin, dass eine erhöhte Translokation bakterieller Endotoxine und die Aktivierung der Toll-like Rezeptor Signalkaskade von Bedeutung für die Entstehung der NAFLD sind. In eigenen Untersuchungen konnte nachgewiesen werden, dass die orale Supplementation der Aminosäuren Arginin, Citrullin und Glutamin vor der Entstehung der NAFLD schützt. Ob die Aminosäuren auch therapeutische Wirkungen haben und welche molekularen Mechanismen bei dem protektiven Effekt zu Grunde liegen, wird in aktuellen Studien des Forschungsbereichs geklärt.

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