Unter dem Namen BrainAging werden verschiedene Studien zusammengefasst, die sich mit gesundem Altern im Hinblick auf neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson befassen. Im Mittelpunkt stehen Lebensstilfaktoren wie Ernährung und Bewegung und deren potenzielle Bedeutung für die Entwicklung von Präventionsstrategien. Gleichzeitig soll erforscht werden, welche biologischen Mechanismen den altersbedingten Veränderungen des Gehirns zugrunde liegen, um Ansätze zur Früherkennung zu entwickeln.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass bestimmte Ernährungsweisen, wie die Mediterrane Diät oder die Okinawa Diät, positive Auswirkungen auf die Gesundheit des Gehirns haben können. Darauf aufbauend untersuchen die BrainAging Studien gezielt einzelne Nahrungsbestandteile dieser Ernährungsformen, um deren Wirkung auf altersbedingte Veränderungen besser zu verstehen. Darüber hinaus wird erforscht, wie Krafttraining die Gehirnleistung beeinflusst und welche Synergieeffekte sich aus der Kombination von Ernährung und Bewegung ergeben können.

 

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AAAging

Die AAAging Studie ist ein EU-gefördertes Forschungsprojekt, das die Auswirkungen der Aminosäure L-Serin und von Krafttraining auf die Gehirngesundheit untersucht. Der Hintergrund für die Studie ist die japanische Insel Okinawa, die für ihre außergewöhnlich hohe Anzahl an Hundertjährigen bekannt ist. Ein möglicher Grund für die Langlebigkeit könnte in der Ernährung der Bevölkerung liegen, die reich an L-Serin-haltigen Lebensmitteln wie Algen und Soja ist. Das Ziel dieser Studie ist es zu erforschen, ob eine einjährige Einnahme von L-Serin, mit oder ohne begleitendem Krafttraining, die Gehirnfunktion bei gesunden älteren Personen (65 bis 85 Jahren) beeinflussen kann.


BrainHealth

Die EU-geförderte BrainHealth Studie untersucht die Wirkung von Omega-3-Fettsäuren, Phosphatidylserin, Kreatin und Krafttraining auf die Gehirnfunktion. Omega-3-Fettsäuren sind für ihre entzündungshemmenden Eigenschaften bekannt und könnten in Kombination mit Phosphatidylserin, einem essenziellen Bestandteil der Zellmembranen, die Gehirnleistung fördern und altersbedingten Abbauprozessen entgegenwirken. Kreatin, das vor allem für seine positive Wirkung auf die Muskelkraft bekannt ist, könnte ebenfalls eine unterstützende Rolle für die Gehirngesundheit spielen. Im Rahmen der viermonatigen Studie soll untersucht werden, ob die Einnahme dieser Nährstoffe, mit oder ohne begleitendem Krafttraining, die Gehirnleistung bei gesunden, älteren Personen (65 bis 85 Jahren) beeinflussen kann.